Eine Installation ist mit diesen USB-Sticks nicht notwendig, da es sich um Live-Distributionen handelt. Die Verwendung dieser USB-Sticks ist sehr einfach! Die einzige Voraussetzung die erfüllt sein muss, ist das der verwendete Computer das Booten von USB-HDD unterstützt.
Fuktionsweise
Es handelt sich hier um ein eigenständiges Linux-Betriebssystem, das direkt vom USB-Stick in den Arbeitsspeicher des PC geladen und von dort gestartet wird. Die Festplatten oder andere Datenträger des PC werden nicht verändert, jedoch kann der Benutzer natürlich Geräte wie interne oder externe Festplatten einbinden und darauf zugreifen. Manuelle Zugriffe auf eingebundenen Datenträgern (z.B. Abspeichern von Dokumenten oder Aufruf von Systemkommandos) können dauerhafte Änderungen am installierten Betriebssystem auf dem Rechner verursachen, so dass man stets genau überlegen sollte, welche Auswirkungen bestimmte Aktionen haben, auch wenn man in einem Live-System arbeitet, das sich nur im Speicher befindet. Diese Live Distributionen sind nicht von Windows aus startbar, und müssen direkt vom BIOS des Systems gebootet werden.
Einstellungen am Computer
Alle modernen PC mit USB 2.0 sind normalerweise in der Lage, von USB-Geräten wie Speicher-Sticks zu booten, wenn dies im BIOS (normalerweise erreichbar mit DEL beim Starten des Rechners) unter BOOT-Optionen eingestellt wird. Das Gerät sollte dann USB-HDD heißen, eine Kompatibilität mit USB-ZIP ist in den meisten Fällen nicht gegeben und führt u.U. zu unerwünschten Ergebnissen. Auf einigen Systemen wird als Boot-Gerät nur Harddisk ausgewählt, wobei in einem zusätzlichen Harddisk-Menü die Priorität der jeweiligen USB-Harddisk auf die höchste Stelle gesetzt werden sollte, damit der USB-Stick auch bootet. Bei einigen Mainboards (z.B. Asus und verwandte) ist es u.U. erforderlich, nach dem Abspeichern des BIOS die Stromzufuhr kurz zu unterbrechen, da die Reihenfolge der bootbaren Geräte bei einem Warmstart sonst nicht korrekt gesetzt wird.
Start des Systems
Stecken Sie den USB-Stick an einen funktionsfähigen USB 2.0-Port Ihres Systems an und starten Sie Ihren Rechner neu. Nehmen Sie ggf. Einstellungen am BIOS (s. Punkt 2) vor, um die Live-Distributionen vom USB-Stick zu booten.
Nutzer Dateisystem
Bei USB-Sticks ab 1GByte ist eine Nutzdatenpartition enthalten, die den noch freien Platz auf dem USB-Stick ausfüllt. Diese Partition ist mit EXT2 formatiert und wird automatisch beim Starten der Live-Distributionen als Laufwerk eingebunden auf das über dem Desktop zugegriffen werden kann. Distributionen bei denen die Sicherung der Systemanpassungen gespeichert werden nutzen ebenfalls diese Partition.
Hinweise zur Lebensdauer und Datensicherheit
Die Speicherstellen des USB-Sticks haben eine begrenzte Lebensdauer von mindestens 100.000 Schreibzyklen. Da bestimmte Speicherstellen wie Sektorlisten der Partition häufiger benutzt werden als andere, kann es vorkommen, dass bei besonders häufigem Einsatz des Sticks diese Speicherstellen nicht mehr zugreifbar sind. In diesem Falle sollte der Stick neu formatiert werden, da die enthaltenen Firmenware defekte Speicherstellen erkennt und ggf. ausblenden kann, so dass nicht der gesamte Stick nutzlos wird. In jedem Fall sollten Sie beachten, dass auch wichtige Daten auf USB-Sticks in regelmäßigen Abständen auf andere Datenträger gesichert werden.
Beenden des Systems
Sie sollten die Live-Distributionen ordnungsgemäß über Beenden/Neustart herunterfahren, damit evtl. noch nicht vollständig auf den USB-Stick geschriebene Daten nicht verloren gehen oder das Dateisystem beschädigt wird. Unsachgemäßes Beenden kann insbesondere bei Distributionen mit persistenten Systemspeicherpartitionen zur kompletten Fuktionsstörung des Sticks führen. Unter Windows sollte man den USB-Stick vom System abmelden, bevor er entfernt wird, so dass auch hier keine Daten verloren gehen können.
Weitere Informationen rund um
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